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Anonym, (M.v.R.):

Das Schrannengebäude in Wien. Ein Beitrag zur Rechts- und Sittengeschichte der hauptstadt Österreichs.
Wien, Druckerei Wallishauser, 1855. 28 SS. Kl. 8°. Rückenfalz.
(Katnr: 41255)


1, Hoher Markt 5 (Konskriptionsnummer 545), Tuchlauben 22, Landskrongasse 10. Dieses Haus ist das historisch denkwürdigste Gebäude des Platzes, denn hier befand sich für fast genau 400 Jahre (1440 bis 1839) die Schranne, die allerdings nur einen Teil der Grundfläche des heutigen Hauses einnahm und und erst später durch Einbeziehung der angrenzenden Objekte vergrößert wurde. Seit dem Mittelalter amtierte in der Schranne ein Stadtrichter, der landesfürstlicher Beamter war. Das änderte sich auch nicht, als Bürger zu diesem Amt berufen werden konnten. Der Stadtrichter richtete in Zivil- und Strafsachen gemeinsam mit den zwölf Stadträten, die das Stadtgericht bildeten. Während der öffentlichen Verkündung des Urteils saß der Stadtrichter auf dem steinernen Richterstuhl und hatte das Schwert der Gerechtigkeit in der Hand. Unmittelbar vor Hinrichtungen, die meist sofort nach dem Urteilsspruch auf dem Hohen Markt vollstreckt wurden, wurde am Gebäude eine rote Fahne ausgesteckt. Am Schrannenturm läutete dann die Glocke, Frohnboten riefen das Urteil aus und der Verurteilte wurde mit gebunden Händen und im schwarzen Bußhemd auf eine aus Brettern gezimmerte Erhöhung geführt. Ihm voran ging der Bettelrichter, der ein Kruzifix trug. Danach verlas ein Mitrichter noch einmal das Urteil und übergab das Richtschwert dem Henker, der auf ein Zeichen hin das Urteil exekutierte. Misslang die Hinrichtung, konnte es passieren, dass der Scharfrichter von der Zuschauermenge gelyncht wurde, wie es zum Beispiel im Jahr 1501 geschah. - Vereinzelte Bleistiftunterstreichungen, etwas verstaubt, kleinere Eselsohren.

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